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Nachricht 20.06.2017 Teil­neh­mer der AGDM-Jah­res­ta­gung beim Ge­denk­tag für die Op­fer von Flucht und Ver­trei­bung

Die Hauptansprache bei der Gedenkstunde im Schlüterhof hielt der Staatspräsident von Rumänien, Klaus Werner Johannis

In Berlin wurde zum dritten Mal der nationale Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen. An der Feierstunde nahmen in diesem Jahr auch die Vertreter der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Minderheiten teil, die Bundesminister Dr. Thomas de Maizière besonders begrüßte.

Die Hauptansprache hielt der Staatspräsident von Rumänien, Klaus Werner Johannis, der Angehöriger der deutschen Minderheit in seinem Land ist. Präsident Johannis erinnerte besonders an das Leid der Deutschen im östlichen Europa, die unabhängig von einer konkreten Schuld im und während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert worden sind. Er würdigte die heutige Rolle der deutschen Minderheit in Rumänien und die Arbeit der deutsch-rumänischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der deutschen Minderheit in Rumänien, die im April 2017 zum 20. Mal tagte.

Ansprache des Staatspräsidenten von Rumänien, Klaus Werner JohannisBild vergrößernAnsprache des Staatspräsidenten von Rumänien, Klaus Werner Johannis Quelle: BMI

Ebenfalls der deutschen Minderheit in seinem Land gehört der Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland, Dietrich Brauer, an, der auf der Feierstunde ein Grußwort sprach. Er erinnerte an seine erste Pfarrstelle in Gumbinnen / Gussew im nördlichen Ostpreußen / Oblast Kaliningrad. Die dortige „Salzburger Kirche“ stehe sowohl für die im 18. Jahrhundert aus dem Fürstbistum Salzburg vertriebenen Protestanten wie auch für die Deutschen, die nach 1944/45 fliehen mussten oder vertrieben wurden. Heute leben im nördlichen Ostpreußen wieder Deutsche, die aus dem Inneren der früheren Sowjetunion zugewandert sind, die meisten sind evangelischer Konfession.

Im Vorfeld des Gedenktages traf Bundesinnenminister de Maizière im Bundesinnenministerium mit Schülers aus dem Carl-Bechstein-Gymnasium in Erkner und dem Deutsch-Polnischen Haus in Gleiwitz zusammen, um mit ihnen und drei Zeitzeugen zu sprechen, die am Ende des 2. Weltkrieges als deutsche Volkszugehörige aus den ehemaligen Ostgebieten bzw. dem Wolgagebiet vertrieben wurden.

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