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Nachricht 12.10.2017 Bun­des­be­auf­trag­ter Koschyk be­sucht Kriegs­ge­fan­ge­nen­fried­hö­fe in Eri­wan und Ara­rat

Das Kriegsgräberabkommen zwischen Armenien und Deutschland wurde am 21.12.1995 unterzeichnet

Im Rahmen seines Besuches in Armenien hat der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, die Kriegsgefangenenfriedhöfe in Eriwan und Ararat besucht.

Bundesbeauftragter Koschyk wurde bei seinem Besuch vom Innenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer MdB, begleitet. Das Kriegsgräberabkommen zwischen Armenien und Deutschland wurde am 21.12.1995 unterzeichnet. Als offizieller Ansprechpartner des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde von armenischer Seite der Veteranenrat der Republik Armenien benannt.

1998 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof Eriwan-Kanaker wiederhergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 267 Kriegsgefangene. Neben deutschen ruhen auf dem Friedhof auch rumänische Kriegsgefangene. Die Anlage ist 1.200 Quadratmeter groß und wird durch einen Metallzaun umgeben. Bis heute existiert ein immer noch funktionierendes Kraftwerk, das von deutschen Kriegsgefangenen gebaut wurde.

Gräberfeld für rumänische Kriegsgefangene in Eriwan-KanakerBild vergrößernGräberfeld für rumänische Kriegsgefangene in Eriwan-Kanaker Quelle: Koschyk

Zentrales Mahnmal ist ein 5,5 m hohes Metallkreuz. Am Hochkreuz ist auch ein kleiner Gedenkplatz mit der Gedenkaussage: HIER RUHEN KRIEGSGEFANGENE, OPFER DES ZWEITEN WELTKRIEGES.

Um die Pflege der Gräber kümmert sich Vardan Vardanyan von der Organisation „Hetazotum“. Alljährlich gedenkt die Deutsche Botschaft am Volkstrauertag im Kriegsgefangenenfriedhof Eriwan-Kanaker der verstorbenen deutschen Kriegsgefangenen.

Gemeinsam besuchte man auch den Kriegsgefangenenfriedhof in Ararat. Das Gräberfeld von deutschen, aber auch ungarischen Kriegsgefangenen, ist vollständig in den Friedhof in Ararat integriert. 1998 wurde der Kriegsgefangenenfriedhof wieder hergestellt. Auf dieser Anlage ruhen ca. 31 Kriegsgefangene. Die Anlage ist 20 Quadratmeter groß und wird durch eine Granitmauer umgeben.

Gruppenaufnahme am Grabmal mit Gedenkstein für die die verstorbenen deutschen KriegsgefangenenBild vergrößernBundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, Stephan Mayer MdB, BMI-Referatsleiter Dr. Alexander Schumacher, der stv. Deutscher Botschafter Klaus Wendelberger und Unternehmer Avag Vardanyan Quelle: Koschyk

Zentrales Mahnmal ist ein 3,5 m hohes Granitkreuz. Auch auf diesem Friedhof ist eine Gedenktafel angebracht mit der Inschrift: HIER RUHEN KRIEGSGEFANGENE, OPFER DES ZWEITEN WELTKRIEGES

In Ararat befindet sich das Haus des Unternehmers Avag Vardanyan, der eine Gedenktafel in Erinnerung an die deutschen Kriegsgefangenen, die hier gelebt haben, angebracht hat.

Im Rahmen des Besuches in Ararat fand im Rathaus ein Meinungs- und Informationsaustausch mit Bürgermeister Hayk Haykyan statt, an dem neben Bundesbeauftragten Koschyk auch Stephan Mayer MdB, der stv. Deutscher Botschafter Klaus Wendelberger und BMI-Referatsleiter Dr. Alexander Schumacher teilnahmen.

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