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Nachricht 09.03.2017 Bun­des­be­auf­trag­ter Koschyk emp­fängt die Nie­der­län­di­sche Re­gio­nal­mi­nis­te­rin der Pro­vinz Fries­land / Frys­lân, Siets­ke Po­epjes, im Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern

Koschyk und Poepjes vereinbaren stärkere Zusammenarbeit der in den Niederlanden und in Deutschland lebenden Friesen

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat die Niederländische Regionalministerin der Provinz Friesland / Fryslân, Sietske Poepjes, zu einem Meinungs- und Informationsaustausch im Bundesministerium des Innern empfangen.

Anlass des Gesprächs war der Wunsch beider Seiten, die Zusammenarbeit der in den Niederlanden und in Deutschland lebenden Friesen zu verstärken.

Von den Vertretern der friesischen Volksgruppe in Deutschland wurde gegenüber Bundesbeauftragtem Koschyk der Wunsch geäußert, den Austausch mit den niederländischen Westfriesen in Bezug auf Politik, Geschichte, Sprache und Kultur zu intensivieren.

Mit der Botschafterin des Königreichs der Niederlande in Deutschland, Frau Monique Van Daalen, hatte Bundesbeauftragter Koschyk bereits im Juli 2016 diesen Wunsch gemeinsam erörtert. Die Idee, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Hauptthema der nächsten Sitzung des Beratenden Ausschusses für Fragen der friesischen Volksgruppe in Deutschland im ersten Halbjahr 2017 in Berlin zu machen, hatte Botschafterin Van Daalen ausdrücklich unterstützt.

v.l.n.r. Herr Buikema (pers. Referent), Frau Regionalministerin Poepjes, Bundesbeauftragter Koschyk und Herr Ehlers (BMI, Referat AM 2) stehend vor einer BMI-Fotowand in blau mit Logo und BundesadlerBild vergrößernv.l.n.r. Herr Buikema (pers. Referent), Frau Regionalministerin Poepjes, Bundesbeauftragter Koschyk und Herr Dr. Ehlers (BMI, Referat AM 2) Quelle: BMI

Gemeinsam mit der Minderheitenbeauftragten des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, Renate Schnack, hat Bundesbeauftragter Koschyk zur nächsten Sitzung des beratenden Ausschusses auch Vertreter der friesischen Volksgruppe in den Niederlanden sowie des deutschen und niederländischen Parlaments eingeladen. Das Treffen findet am 28. März in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin in Form eines „Friesischen Abends“ statt und wird politischen, historischen und kulturellen Themen gewidmet sein.

Regionalministerin Poepjes, die aufgrund einer Parlamentssitzung in den Niederlanden, am 28.3.2017 nicht in Berlin sein kann, sicherte im heutigen Gespräch ihre volle Unterstützung für eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu. Auch werde das Regionalparlament beim „Friesischen Abend“ in der Landesvertretung Schleswig-Holstein vertreten sein. Regionalministerin Poepjes begrüßte Koschyks Idee, die Sitzung des beratenden Ausschusses für die Fragen der friesischen Volksgruppe im Jahr 2018 in der Provinz Friesland / Fryslân in den Niederlanden abzuhalten. Leeuwarden ist europäische Kulturhauptstadt 2018, was auch dafür spricht, die Sitzung des Beratenden Ausschusses im nächsten Jahr dort durchzuführen.

Friesland (westfriesisch Fryslân) ist eine der zwölf niederländischen Provinzen. Zu ihr gehören alle bewohnten westfriesischen Inseln mit Ausnahme von Texel. Mit ihnen ist Friesland die zweitnördlichste niederländische Provinz, gelegen zwischen dem Ijsselmeer im Westen und der Provinz Groningen im Osten. Die Provinz ist die einzige, in der neben Niederländisch noch das Westfriesische Amtssprache ist. Die Hauptstadt ist Leeuwarden (westfriesisch Ljouwert). Nach Angaben von Regionalministern Poepjes wird die westfriesische Sprache in der Provinz Friesland / Fryslân von 90 Prozent der dortigen Bevölkerung verstanden, 75 Prozent der Bevölkerung sprechen Westfriesisch auch im Alltag.

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