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Artikel 03.07.2013 Deut­sche Min­der­heit in der Kir­gi­si­schen Re­pu­blik

Von den ehemals etwa 100.000 ethnischen Deutschen in Kirgistan sind heute nach Angaben des kirgisischen Statistikamtes noch 8.766 Staatsbürger, die sich als Deutsche bezeichnen, verblieben.

Die Mehrzahl der Kirgistandeutschen sind Nachfahren der 1941 nach Zentralasien deportierten sowjetischen Staatsbürger deutscher Nationalität aus dem Wolgaraum. Die überwiegende Zahl lebt im Norden des Landes, insbesondere in und um die Hauptstadt Bischkek.

Zentraler Interessensvertreter der deutschen Minderheit in der Republik Kirgistan ist der Volksrat der Deutschen Kirgistans. Der Volksrat arbeitet in acht Begegnungsstätten in verschiedenen Regionen des Landes (Bischkek, Sokuluk, Belowodskoje, Kara-Balta, Kant, Tokmok, Osch und Talas).

Die deutschen Fördermaßnahmen werden durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Zusammenarbeit mit dem Volksrat der Deutschen durchgeführt.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Ausreisen beschloss die Deutsch-Kirgisische Regierungskommission 1998 die Konzentration auf soziale Hilfen. Durch die Sozialstationen in Sokuluk, Bischkek und Tokmok werden sozial Benachteiligte (insbesondere ehemalige Trudarmisten) mit Verpflegung und medizinischen Dienstleistungen unterstützt. In der Deutsch-Kirgisischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Deutschen in der Kirgisischen Republik werden im jährlichen Turnus die Hilfsmaßnahmen zwischen beiden Staaten abgestimmt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten nimmt dabei die Funktion des deutschen Co-Vorsitzenden wahr.

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