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Artikel 03.07.2013 Deut­sche Min­der­heit in der Re­pu­blik Us­be­kis­tan

Heute leben nach Angaben der Deutschen Kulturzentren etwa 10.000 usbekische Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit in dem zentralasiatischen Staat. Ende der 1980er Jahre war die Minderheit noch viermal so groß.

Seit über 150 Jahren sind deutsche Spuren in Usbekistan dokumentiert. Die Zuwanderer brachten nicht nur die deutsche Sprache und kulturelle Eigenheiten nach Usbekistan. Deutsche wirkten und wirken noch immer in vielen Lebensbereichen in Usbekistan – in Wissenschaft, Kultur, Landwirtschaft und Industrie. Die ersten Deutschen, die sich im Gebiet des heutigen Usbekistan ansiedelten, stammten zumeist aus den baltischen Provinzen Russlands. Die Mehrzahl der Usbekistandeutschen sind aber Nachfahren der 1941 von der Wolga nach Zentralasien deportierten sowjetischen Staatsbürger deutscher Nationalität.

Die Angehörigen der deutschen Minderheit leben heute größtenteils in den Städten Taschkent, Buchara, Samarkand und Fergana. In diesen vier Städten sind sie auch in Deutschen Kulturzentren organisiert. Seit 2002 ist das Republikanische Kulturzentrum der Usbekistandeutschen Mitglied der Föderalistischen Union der europäischen Volksgruppen.

Die Fördermaßnahmen des Bundesministeriums des Innern in der Republik Usbekistan werden durch die Deutschen Kulturzentren in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt. Dabei spielen soziale Hilfen noch eine zentrale Rolle. Die vier Begegnungszentren schaffen außerdem mittels Zirkeln, Schulungen und Expeditionen ein breites Angebot für die Vermittlung von deutschen Traditionen, Geschichte und Sprache.

In jährlich stattfindenden Sitzungen der Regierungskommission werden die Maßnahmen zwischen den Staaten abgestimmt. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten nimmt dabei die Funktion des deutschen Co-Vorsitzenden wahr.

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