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Artikel 03.07.2013 Deut­sche Min­der­heit der Ukrai­ne

Etwa 33.000 ethnische Deutsche leben nach Angaben der ukrainischen Volkszählung von 2001 in der heutigen Ukraine. Ihre Siedlungsräume sind dabei wenig konzentriert, sondern über das ganze Land verteilt.

Das heutige Gebiet der Ukraine war ein historischer Siedlungsschwerpunkt der Deutschen im Zarenreich. Die Schwarzmeermetropole Odessa war bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges das kulturelle Zentrum der Deutschen mit einem hohen Bevölkerungsanteil und vielfältigem kulturellem und sozialem Angebot.

Mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion im Jahr 1941 wurde ein Teil der deutschen Bevölkerung in östliche Teile der Sowjetunion deportiert und ein Teil geriet unter den Einfluss des Deutschen Reichs. Dies führte zu großen administrativen Umsiedlungsaktionen und schließlich zur Flucht vor der Roten Armee nach Deutschland. Viele der Umgesiedelten und Geflohenen wurden nach Kriegsende in Deutschland aufgegriffen und in die östlichen Teile der Sowjetunion verbannt. Bis in die 1970er Jahre konnten die verbannten Deutschen nicht mehr in die Ukraine zurückkehren. Auch später gelang es den Deutschen nur vereinzelt. Erst seit der Unabhängigkeit der Ukraine im Jahr 1991 gibt es in der Ukraine wieder eine größere deutsche Minderheit.

Die deutsche Minderheit wird vom Rat der Deutschen in der Ukraine vertreten, unter dessen Dach sich die Gesellschaft der Deutschen in der Ukraine "Wiedergeburt", die Assoziation der Deutschen der Ukraine und die Deutsche Jugend in der Ukraine mit sieben regionalen Informationszentren und 68 Begegnungsstätten versammelt haben. Der Rat der Deutschen ist Mitglied in der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen.

Die Fördermaßnahmen des Bundesministeriums des Innern werden durch die Gesellschaft für Entwicklung (eine vor Ort durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gegründete Organisation) in Zusammenarbeit mit dem Rat der Deutschen durchgeführt. Schwerpunkte der Förderung stellen die Unterstützung der Selbstorganisation, die soziale Arbeit und die Jugendarbeit dar.

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