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Artikel Ge­sell­schaft­li­che In­te­gra­ti­on

Förderung von Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration

Ergänzend zu den gesetzlichen Integrationsangeboten werden vom Bund Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern in Wohnumfeld und Gemeinwesen gefördert. Mit diesen sog. gemeinwesenorientierten Projekten sollen die Zugewanderten in die örtliche Gemeinschaft eingebunden, ihre Kompetenzen gestärkt und die gegenseitige Akzeptanz und das Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten verbessert werden. Eine wichtige Rolle spielt auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements sowie die verstärkte Einbeziehung von Migrantenorganisationen. Insbesondere seit 2010 nimmt die Anzahl der von russlanddeutschen Organisationen beantragten und geförderten Projekte zu.

Ab 2013 fördert das Bundesministerium des Innern über das BAMF Projekte für bundesweit tätige Migrantenorganisationen zum Aufbau von Strukturen und zur Netzwerkbildung. Ziel ist es, die Organisationen als Partner in der Integrationspolitik bei ihrer Professionalisierung und Netzwerkbildung zu unterstützen. Dadurch sollen Integrationsmaßnahmen des Bundes ihre Zielgruppen noch besser erreichen.

Es gibt bei den gemeinwesenorientierten Projekten keine ausschließliche Ausrichtung auf die spezielle Zielgruppe der Spätaussiedler. Vielmehr sind die Projektmaßnahmen allen Zuwanderergruppen zugänglich bzw. können die Projektangebote von allen Zuwanderergruppen genutzt werden. Gleichwohl gibt es Projektträger, die den Fokus ihrer Projektarbeit speziell auf die Bedürfnisse der Spätaussiedler legen, ohne jedoch andere Zuwanderergruppen auszuschließen.

In alle Entscheidungen über die Förderung der aussiedlerbezogenen Maßnahmen ist der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung eingebunden.

Projektträger aus den Kreisen der Spätaussiedlerorganisationen sind u.a.

  • die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V. (LMDR),
  • die Deutsche Jugend in Europa e.V.(djo),
  • der Bund der Vertriebenen (BdV),
  • die Deutsche Jugend aus Russland (djr),
  • die Friedlandhilfe e.V.

Parallel zu den gemeinwesenorientierten Projekten führen diese und weitere Spätaussiedlerorganisationen auch Multiplikatorenschulungen für ehrenamtliche Mitarbeiter durch, die besonders gut angenommen werden.

Beispiele für Maßnahmen zur gesellschaftlichen Integration

Programm "Integration durch Sport"

Das seit 1989 vom Bund im Rahmen der gemeinwesenorientierten Projekte geförderte Programm "Integration durch Sport" des Deutschen Olympischen Sportbundes hat sich ursprünglich aus einer Spätaussiedlermaßnahme entwickelt. Auch jetzt noch sind Spätaussiedler im aktiven sportlichen Bereich in rd. 80 Prozent der Sportgruppen sowie als Übungsleiter in den geförderten Stützpunktvereinen vertreten.

Wanderausstellung "Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland"

Eine wirksame Maßnahme, in der Öffentlichkeit die Akzeptanz der Russlanddeutschen zu erhöhen, ist die vom Bund seit 1995 geförderte Wanderausstellung der LMDR "Volk auf dem Weg. Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland". Sie ist bundesweit unterwegs und erreicht ein breites Publikum. Führungen und Begleitveranstaltungen rund um die Ausstellung wie Kultur- und Begegnungstage, Podiumsdiskussionen und Informationstage – insbesondere für Schulklassen – sorgen für ein besseres Verständnis der Geschichte der Russlanddeutschen.

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