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Nachricht 31.03.2017 Ge­spräch zu den deutsch-pol­ni­schen Be­zie­hun­gen

Vorsitzender der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe im polnischen Sejm, Szymon Szynkowski vel Sęk Gast im Deutschen Bundestag

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung, der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, sowie der Vorsitzende des Gesprächskreises Polen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Stefan Heck, empfingen im Bundestag den Vorsitzenden der polnisch-deutschen Parlamentariergruppe im polnischen Sejm, Szymon Szynkowski vel Sęk.

Die Abgeordneten haben ein Gespräch über die deutsch-polnischen Beziehungen und über die Zukunft der Europäischen Union geführt. Sie begrüßten die gemeinsame Erklärung der EU-Mitgliedstaaten zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge. Man war sich einig, dass die Europäische Union in vielen Bereichen, insbesondere bei der Wahrnehmung ihrer Kernaufgaben, wesentlich effizienter werden müsse. Ein weiteres Thema war die äußere Sicherheit und die sich hieraus ergebenenen Herausforderungen für die Verteidigungspolitik der einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die Abgeordneten haben sich dafür ausgesprochen, gemeinsam darüber zu beraten, wie dem Weimarer Dreieck aus Deutschland, Frankreich und Polen wieder eine stärkere Rolle in der europäischen Politik gegeben werden könnte.

Erörtert wurde auf Bitte des Abgeordneten Szynkowski vel Sek der Fall der Bezeichnung „polnisches Lager“ für das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz auf der Homepage des ZDF im Juni 2013  – das ZDF hat sich im Juli 2013 dafür entschuldigt und die Bezeichnung korrigiert. Die drei deutschen Abgeordneten brachten nachdrücklich zum Ausdruck, dass diese Bezeichnung historisch wie moralisch ein Fehler war, Auschwitz war ein deutsches Konzentrations- und Vernichtungslager auf dem Gebiet des vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Polen. Sie versicherten, dass weder Politik noch Medien in Deutschland die historischen Tatsachen relativieren wollen

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